LMM 2017 U10

Erstmals nahm der WSC mit einer Mannschaft an der U10-Landesmannschaftsmeisterschaft der Nieders├Ąchsischen Schachjugend teil. Das Turnier fand am 13. und 14. Mai in der Jugendherberge Rotenburg/W├╝mme statt. Wir waren f├╝r dieses Turnier mit 6 Personen angemeldet (Klaus als Betreuer, Ram├│n als Trainer sowie die U10-Jugendlichen Taro, Constantin, Phi Long und Keno als Spieler. Aber im Vorfeld dieses Turnieres zeichnete sich ab, dass es f├╝r uns unter keinem guten Stern steht.

Taro sagte seine Teilnahme f├╝r das Turnier am vergangenen Dienstag ab. Dar├╝ber hinaus will er sich nunmehr ganz vom Schach zur├╝ckziehen. Somit war von Haus aus ein Brett bereits unbesetzt, da wir so kurzfristig keinen Ersatz hierf├╝r stellen konnten. Aber damit nicht genug. Als ich am Samstag Constantin abholen wollte, sagte mir seine Mutter, er sei erk├Ąltet und k├Ânne nicht mitkommen. Somit blieben von den U10-Kids lediglich Phi Long und Keno ├╝brig. Damit war klar: Einen Mannschaftskampf gewinnen k├Ânnen wir nicht. Wenn es optimal l├Ąuft und beide gewinnen, reicht es noch zu einem 2:2. Alles andere als der letzte Platz in der Abschlusstabelle w├Ąre also eine riesige ├ťberraschung. Absagen wollten wir aber so kurzfristig auch nicht mehr. Also sind wir mit halber Mannschaft (Spieler) bzw. voller Mannschaft (Trainer/Betreuer) hingefahren.

Nun zum Sportlichen. Es nahmen 11 Mannschaften am Turnier teil. Gespielt wurden 7 Runden CH-System. Die Bedenkzeit betrug 60 Minuten je Spieler und Partie. In Runde 1 gab es eine 0:4-Packung gegen Hannover 96. Ab Runde 2 spielten dann an den Brettern 1 und 2 zwei Gastspieler der Braunschweiger SF bei uns mit. Die BSF waren zu sechst angereist. So wurde vermieden, dass mehrere Spieler w├Ąhrend der Runden unt├Ątig rumsitzen. An allen Brettern wurde somit gespielt. Diese Partien z├Ąhlten allerdings nicht f├╝r die Mannschaftswertung. D.h. wir lagen trotzdem in jedem Mannschaftskampf zu Beginn mit 0:2 zur├╝ck. In Runde 2 konnten dann sowohl Phi Long (Brett 3) als auch Keno (Brett 4) ihre Partien gewinnen. Ein 2:2 gegen Gifhorn - der erste Mannschaftspunkt ist da! Gegen Lingen in Runde 3 war auch etwas m├Âglich. Phi Long gewann erneut. Keno verlor jedoch trotz zwischenzeitlich besserer Stellung. Somit gab es eine etwas unn├Âtige 1:3-Niederlage. In Runde 4 hatten wir dann spielfrei und somit wenigstens einen kampflosen Mannschaftssieg. Damit war der Samstag beendet.

Der Sonntag begann dann mit dem Duell gegen den SC Papenburg (neben uns der einzige hiesige Vertreter des SBOO). Auch hier konnten Phi Long und Keno beide ├╝berzeugen. Das n├Ąchste 2:2 und damit der n├Ąchste Mannschaftspunkt war perfekt. Mit nunmehr 4:6 Mannschaftspunkten stehen wir ganz achtbar da f├╝r ein Zweier-Team an vier Brettern! In Runde 6 kam es dann zu der Begegnung mit demjenigen Verein, der uns seine Gastspieler zur Verf├╝gung stellte. Auch hier war ein Remis im Bereich des M├Âglichen. Denn Keno gewann nochmals. Phi Long gab jedoch eine Mehrfigur zur├╝ck, so dass es f├╝r ihn nur zum Remis reichte. Also kein erneutes 2:2, sondern leider eine 1,5:2,5-Niederlage. In der letzten Runde ging es dann gegen den SK Lehrte. Hier lief es wieder perfekt f├╝r uns. Phi Long und Keno gewannen beide - unser drittes 2:2. Mit 5:9 Mannschaftspunkten beendeten wir das Turnier am Ende auf Platz 9 - vor dem SC Papenburg (Platz 11) sowie Gifhorn (Platz 10), den wir nur hinter uns lie├čen aufgrund unserer besseren Brettpunkte!

Fazit: Mit vollz├Ąhliger Mannschaft w├Ąre wohl ein deutlich h├Âherer Platz drin gewesen. Aber unsere beiden Sch├╝tzlinge hat dieses Turnier deutlich weiter gebracht. Und ihre sportliche Ausbeute (Phi Long = 4,5/6, Keno = 4,0/6) kann sich durchaus sehen lassen. Der Kurztrip hat sich also trotz dieser widrigen Umst├Ąnde gelohnt.